Kaffeemaschine mit Mahlwerk

frischer Kaffee auf Knopfdruck

Kaffeemaschine Entkalken

Spezialentkalker, Säure oder doch lieber die Kalkhexe? Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Kaffeemaschine günstig, effektiv und ohne bleibende Schäden entkalken, um auch lange den natürlichen Geschmack der Kaffeebohnen zu genießen.

Spezielle Entkalker für Kaffeemaschinen

Wer ganz sicher gehen will, nichts falsch zu machen, sollte am besten spezielle Entkalkungsmittel für Kaffeemaschinen verwenden. Solche Entkalker sind in den meisten Drogerie- und Supermärkten in flüssiger Form oder als Entkalkungstabs erhältlich. Wenn man sich an die vom Hersteller angegebene Anwendungsweise und Dosierung hält, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Einfach die Flüssigkeit bzw. einen Tab mit in den Wassertank geben und dann durchlaufen lassen.

Danach mehrmals mit klarem Wasser durchlaufen lassen, um Rückstände des Reinigungsmittels und einen komischen Geschmack des Kaffees zu vermeiden. Ziemlich einfach, aber leider auch relativ teuer. Deshalb greifen viele auch gern auf bewährte Hausmittel zum Entkalken zurück. Hier die beliebtesten Tipps und Tricks:

Hausmittel zum Entkalken von Kaffeemaschinen

Spülmaschinentabs

Bild Kaffeemaschine

Statt speziellen Entkalkungstabs können auch einfach herkömmliche Spülmaschinentabs oder Spülmaschinensalz verwendet werden. Das ist nicht nur günstiger, sondern auch praktischer, da man Spülmaschinentabs oft sowieso vorrätig hat. Nachteile sind nicht bekannt.

Essig

Ein weiteres bewährtes Hausmittel gegen Kalk ist Säure z.B. in Form von Essig: Ein Esslöffel Essigessenz auf ein Liter Wasser, die Mischung in den Wassertank geben und dann wie beim Spezialentkalker auch einfach durchlaufen lassen und mit klarem Wasser nachspülen. Wer keine Essigessenz zur Hand hat, kann auch auf anderen Essig zurückgreifen (z.B. Apfelessig). Man sollte aber auf keinen Fall Essigsorten verwenden, die Glukosesirup enthalten (z.B. Balsamico).

Zitronensäure

Neben Essig kann man auch Zitronensäure verwenden und zwar entweder in Form von Zitronensaftkonzentrat (die kleinen gelben zitronenförmigen Fläschchen aus dem Supermarkt) oder als technische Zitronensäure aus Apotheke oder Drogeriemarkt. Für die Dosierung gilt die gleiche Faustregel wie beim Essig: Ein Esslöffel Säure auf einen Liter Wasser.

Der Vorteil dieser beiden Methoden ist neben dem Kostenfaktor auch die bessere Umweltverträglichkeit. Ein säuerlicher Nachgeschmack entsteht dabei nicht.

Es ist aber Vorsicht geboten: Säure (insbesondere Essig) kann die Plastikteile der Kaffeemaschine beschädigen. Schlimmstenfalls werden Dichtungen oder Schläuche porös und es kommt zum Auslaufen der Maschine oder zu Kurzschlüssen. Wenn man sich also für die Säuremethode entscheidet, unbedingt auf die richtige Dosierung achten. Lieber etwas niedriger dosieren und bei Bedarf noch mal wiederholen.

Do's und Don'ts beim Entkalken

  • Nie das Entkalkungsmittel zuerst in den Wassertank geben. Entweder zuerst das Wasser oder beides vorher mischen und dann einfüllen. Sonst können Schäden an der Kaffeemaschine entstehen.
  • Keine aggressiven Reinigungsmittel wie Essigreiniger oder gar Chlor verwenden. Diese schaden nicht nur der Kaffeemaschine, sondern können auch für den Kaffeetrinker gesundheitsschädlich sein und sich zudem negativ auf den Geschmack des Kaffees auswirken.
  • Für jede Methode der Entkalkung gilt: Immer nachspülen. Nachdem das mit Wasser vermischte Entkalkungsmittel durch die Kaffeemaschine gelaufen ist, sollte man aus geschmacklichen und (bei chemischen Reinigern) gesundheitlichen Gründen unbedingt mehrmals mit Wasser nachspülen, bevor man wieder Kaffee macht.

Kalkprävention

Wer viel Kaffee trinkt und vom ständigen Entkalken der Maschine genervt ist, kann mit folgenden Methoden das schnelle Verkalken der Maschine verhindern:

Kalkhexe

Die Kalkhexe ist eine Art Stahlwolle, die einfach mit in den Wassertank der Maschine gelegt wird. An der Oberfläche der Kalkhexe bleibt Kalk hängen und setzt sich somit weniger an der Kaffeemaschine selbst ab. Wenn sich bereits eine dickere Kalkschicht auf dem Stahlwolleknäuel gebildet hat, kann die Kalkhexe herausgenommen und nach dem Ablösen der Kalkablagerungen von der Oberfläche wiederverwendet werden.

Wasserfilter

Auch Wasserfilter bieten eine gute Möglichkeit, den Verkalkungsprozess an der Kaffeemaschine zu verzögern. Das Leitungswasser wird vor dem Einfüllen in den Wassertank der Maschine gefiltert. Da es nach dem Filtern weniger Kalk enthält, bilden sich auch weniger Ablagerungen an der Maschine und diese muss nicht mehr so oft entkalkt werden.